Im Jahresdurchschnitt verkaufte Potash das Kali für 157 US-$. Die Kapazitäten sind längst nicht ausgelastet. Das Angebot übersteigt bei Weitem die Nachfrage, denn die Farmer sparen wegen niedriger Einkommen am Grunddünger. Immerhin sieht Potash eine Trendwende 2017. Die weltweite Kaliproduktion könnte auf 61 bis 64 Mio. t steigen. Denn der Bedarf nimmt zu, nicht zuletzt weil die Bestände im Handel stark heruntergefahren wurden. Damit einher geht ein Preisanstieg, der sich im 4. Quartal 2016 bereits andeutete.

Weniger optimistisch gibt sich Potash bei seinen Aussichten für Phosphatdünger. Das Hauptprodukt Diammoniumphosphat (DAP) sank um 20 Prozent seit Oktober in den USA und am Schwarzen Meer.  Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung wird das Exportverhaltens China sein, das angekündigt hat, mehr DAP im eigenen Land zu verbrauchen. 2016 hat Indien vergleichsweise wenig Kali und Phosphat gekauft.

Fusion mit Agrium

Potash Corp. will zudem mit dem kanadischen Anbieter Agrium Inc die geplante Fusion unter Gleichen bis Mitte Juli 2017 abschließen. Der erwartete Gewinn für 2016 wird mit 35 bis 55 Cent je Aktie im Jahr 2017 angegeben. Diese Prognose liegt deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die von 62 Cents je Aktie ausgingen. (da)
stats