Im dritten Quartal 2015 sind bei Potash sowohl Umsatz als auch Gewinn abgesackt. Der Umsatz sank um knapp 7 Prozent auf 1,5 Mrd. US-$, der Gewinn brach sogar um 11 Prozent auf 282 Mio. US-$ ein. Damit ist der Düngemittelriese hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben und muss auch seine Ziele für das Gesamtjahr 2015 revidieren.

Der Gewinn je Aktie werde nur noch zwischen 1,55 und 1,65 US-$ liegen, teilte Potash am Donnerstag mit. Zuletzt hatten die Kanadier 1,75 bis 1,95 Dollar angepeilt, nach 1,82 Dollar im Vorjahr. Schuld daran sind vor allem die schlechten Vorgaben in den Schwellenländern, die auch schon die Saatgut- und Pflanzenschutzanbieter im dritten Quartal zum Teil stark belastet haben.

Eigentlich wollte Potash-Chef Jochen Tilk mit der Übernahme des Kasseler Konkurrenten K+S seine Position an den Weltdüngermärkten ausbauen – hat aber rechtzeitig noch die Reißleine gezogen. Nachdem das K+S-Management das Angebot von Potash über 41 €/K+S-Aktie abgelehnt hatte und zu keinen weiteren Gespräch bereit war, hatteTilk nach monatelangem Gezerre schließlich aufgegeben.

Aber nicht nur die fehlende Unterstützung von K+S hatte Tilk als Grund für die Absage angegeben. Er hatte auch auf die äußerst schlechten Prognosen verwiesen, die derzeit die globalen Kalimärkte belasten. (sp)
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