Düngemittel

Potash reagiert flexibel auf Nachfrage

Ein unerwarteter Verkaufssegen von Kalidüngern lässt beim weltweit größten Düngerhersteller Potash Corporation of Saskatchewan Inc. (Potash) die Kasse klingen. Der kanadische Hersteller verkaufte im Geschäftsjahr 2014 rund 9,3 Mio. t Kali. Das war so nicht erwartet worden, entsprechend groß ist die Freude bei CEO Jochen Tilk.

Und auch die Absatzzahlen bei den anderen beiden Nährstoffen Stickstoff und Phosphat können sich sehen lassen. Nachdem die russische Uralkali aufgrund eines Wassereinbruchs in die Kalimine Perm eingeschränkt lieferfähig ist, sprang Potash ein, was den Absatz vor allem im 4. Quartal beflügelte. Wichtiges Lieferland von Potash ist China, gefolgt von Lateinamerika und Nordamerika. Der durchschnittliche Kalipreis lag 2014 bei 284,00 US-$/t.

Insgesamt erzielte das kanadische Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 7,1 Mrd. US-$/t, der Nettogewinn erreichte 1,5 (Vorjahr: 1,7) Mrd. US-$/t. Für das laufende Jahr ist Potash verhalten. Die weltweite Kaliproduktion dürfte sich nach 61 Mio. t auf 58 bis 60 Mio. t einpendeln. Eine wieder erstarkte Wirtschaft in den USA belebt zwar die Nachfrage nach Düngern. Insgesamt aber schwächelt die weltweite Konjunktur.

China und Indien lassen sich Zeit

Jetzt kommt es darauf an, wie sich die Kali-Verhandlungen mit den wichtigsten Kunden China und Indien für das 1. Halbjahr 2015 entwickeln. Mit beiden steht die Vertriebsorganisation Canpotex in Kontakt. Je nach Ordermenge dürfte die Kaliproduktion des kanadischen Produzenten 9,2 bis 9,7 Mio. t in diesem Jahr betragen. Vor allem mit den Kapazitäten in den Werken in New Brunswick und in der Region Saskatchewan kann Potash flexibel auf die Marktverhältnisse reagieren. (da)
stats