Übernahmepoker

Potash senkt Gewinnerwartung


Potash Chef Jochen Tilk senkte die Gewinnerwartung des kanadischen Düngemittelkonzerns für 2015. Vor allem der Preisrückgang von Stickstoff seit Jahresbeginn macht dem Anbieter zu schaffen. Potash Corp. of Saskatchewan erzielte im 2. Halbjahr 2015 einen Gewinn von 417 Mio. US-$, das sind etwa 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank auf  1,7 Mrd. US-$. Potash ist vor allem Hersteller von Kalidünger, hat aber auch Stickstoff- und Phosphatdünger im Programm. 

Die niedrigen Geschäftszahlen halten Potash-Chef Tilk nicht davon ab, mit allen Regeln der Kunst, den deutschen Kalihersteller K+S zu übernehmen. Bisher hatte Potash K+S ein freundliches Übernahmeangebot vorgelegt, für jede Aktie 41 Euro zu bezahlen. K+S will auf diese Offerten nicht eingehen. Der Konzern sei damit unterbewertet. Inzwischen hatte Tilk bei der hessischen Regierung vorgesprochen und zugesichert, die Arbeitsplätze im Fall einer Übernahme zu erhalten und sich auch im Umweltschutz an Werra und Weser zu engagieren. In einer Telefonkonferenz sprach Tilk von konstruktiven Gesprächen mit dem K+S-Vorstand.

Das Kassseler Unternehmen will in Kürze die Ergebnisse einer Umfrage unter seinen Aktionären vorlegen, wie sie sich gegenüber der Übernahmeofferte von Potash stellen. (da)

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