Weltweit stehen bereits heute noch große Flächenpotenziale zur Produktion von nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung. Das rechnete Prof. Jürgen Zeddies, Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim, am Mittwoch dem internationalen Publikum beim Claas-Symposium "Energiereich 2014" in Harsewinkel vor. In 19 Ländern der Erde hat er bereits heute 190 Mio. ha Fläche dafür ausfindig gemacht. Durch die rückläufige Bevölkerung unter anderem in Europa sowie generelle Ertragssteigerungen würden weitere Flächen bis 2050 nutzbar.

"Die Politik in Deutschland soll nicht glauben, die Probleme der Welternährung mit Faktoren zur Landnutzungsänderung lösen zu können", kritisierte Zeddies die aktuelle Diskussion. Stattdessen müssten proteinreiche Nebenprodukte aus der Energieproduktion ausreichend gewürdigt werden, fordert der Agrarökonom.

Daneben listeten weitere Referenten der Tagung Möglichkeiten auf, gleichzeitig mit der Nahrungsproduktion von Getreide, Reis oder Körnermais Energie vom Acker zu gewinnen. (brs)
stats