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"Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern fördert den verantwortungsvollen Umgang mit der grünen Gentechnik als einen Zweig der Biotechnologie und hat deshalb den Erprobungsanbau von gentechnisch verändertem Mais an zwei Standorten im Land unterstützt", sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am Mittwoch in Ramin (Landkreis Uecker-Randow). Dort stellte er einen der beiden Standorte zusammen mit dem Verein zur Förderung Innovativer und Nachhaltiger Agrobiotechnologie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Finab) der Öffentlichkeit vor, teilte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin weiter mit. Der Verein Finab habe die wissenschaftliche Koordination des Erprobungsanbaus übernommen. Der Erprobungsanbau erfülle alle rechtlichen Anforderungen. Das dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) unterstellte Bundessortenamt habe die Vertriebsgenehmigung nach §3 Abs. 2 (Nr.1) Saatgutverkehrsgesetz für das Bt-Mais-Saatgut erteilt.

Potentiale der grünen Gentechnik würden in erster Linie in Form neuer Gebrauchswerteigenschaften von Produkten als Ausgangsstoffe für die Industrie - von der Gesundheitswirtschaft bis zur Energiewirtschaft - gesehen. "Notwendig ist jedoch ein behutsamer, am wirklichen Bedarf orientierter und gesellschaftlich gewollter Umgang mit der Grünen Gentechnik", habe der Minister betont. Möglichkeiten und Risiken der Technologie müssten vorurteilsfrei abgewogen werden", so Backhaus. (ED)

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