Die Bundesregierung rückt die Landwirtschaft in den Mittelpunkt der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel sind Fortschritte im Kampf gegen Armut und Hunger.

„Die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums spielen im Kampf gegen den Hunger eine Schlüsselrolle", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute während einer Konferenz zur Ernährungssicherung in Berlin. Auf dem Land fänden zahlreiche Menschen eine Beschäftigung und dort werde ihre Ernährung sichergestellt, unterstrich Aigner. Das landwirtschaftliche Potenzial in vielen Entwicklungsländern sei enorm, werde aber noch nicht ausreichend genutzt. Deshalb konzentriere die Bundesregierung ihre Kräfte auf den Ausbau und die Unterstützung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern. Mit Investitionen von jährlich rund 700 Mio. € sollen Ertragssteigerungen und mehr Wertschöpfung auf dem Land gefördert werden.  

Im Vorfeld der Konferenz hatte Aigner erneut auf die Bedeutung zielgerichteter Investitionen für die Verbesserung der Ernährungssituation in den Entwicklungsländern hingewiesen. Beim Treffen des Welternährungsausschusses der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO in Rom hatten die Mitgliedstaaten mit der Verhandlung von Leitlinien für private Agrarinvestitionen begonnen. Aigner kündigte nun an, diesen Prozess beim Internationalen Agrarministertreffen im Januar 2013 in Berlin fortzusetzen.  

Der frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, sprach sich in Berlin für einen Übergang zu einer klimaschonenden  Agrarwirtschaft aus. Zudem gelte es, neue Kulturen und Verfahren zu entwickeln, mit denen die Produktivität und die Intensität der Bewirtschaftung gesteigert werden können, ohne die Umwelt oder die Artenvielfalt zu beeinträchtigen, sagte Annan. (sch)

stats