Präferenzen für Entwicklungsländer in der WTO beibehalten

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Die mit der EU verbundenen AKP-Länder (Afrika, Karibik, Pazifik) fordern, dass Präferenzabkommen auch nach Abschluss der angelaufenen WTO-Runde möglich sein müssen. Dies meldete am Mittwoch das in Brüssel erscheinende Bulletin Quotidien Europe. Die Sonderbehandlung der Entwicklungsländer müsse weiterhin ein Grundelement des internationalen Handelssystems bleiben, erklärten die 71 AKP-Staaten kürzlich auf ihrem Gipfeltreffen in Santo Domingo. Die AKP-Länder genießen zahlreiche Zollvergünstigungen in der EU. Da das Abkommen von Lomé, in dem diese vereinbart wurden, am 28. Februar 2000 ausliefe, müssten die AKP-Länder rasch einen Antrag auf Verlängerung bei der WTO stellen. Rodriguez Mendoza, der stellvertretende Generaldirektor der WTO, stellte auf dem Gipfeltreffen in Santo Domingo klar, dass frühere Gatt- und jetzige WTO-Regeln Präferenzabkommen zuließen. Industrieländer dürften nach einer Sonderregel einzelne Entwicklungsländer begünstigen, wenn sie dafür eine Genehmigung bei der WTO einholten. (Mö)
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