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Ein Projekt soll polnischen Nachwuchs- und Fachkräften aus dem Agrarbereich die Möglichkeit geben, ein Praktikum auf deutschen Bauernhöfen zu absolvieren. Wie das Landvolk Niedersachsen, Hannover, berichtet, hat die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung Z(ZAV) in Bonn dieses Projekt unter dem Titel "Praktikum in Deutschland für Landwirtschaftsfachschüler" gestartet. Nach Abschluss der Ausbildung der Agrarwirtschaft können die Praktikanten als Gastarbeiter für insgesamt 18 Monate in einem Betrieb arbeiten. Die "dauernde Arbeitsgenehmigung-EU" erhalten sie nach zwölfmonatiger ununterbrochener sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Deutschland.

Zudem gebe es ein "Schnupperpraktikum" für Schüler aus landwirtschaftlichen Schulen. Die Schüler müssen mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen einige Wochen bis maximal drei Monate arbeiten. Der Landwirt verpflichtet sich zu einer Zahlung einer monatlichen Vergütung von 600 € netto und zur unentgeltichen Bereitstellung einer Unterkunft sowie der Verpflegung. Außerdem müsse er die Kosten für An- und Abreise tragen. Die Praktikanten werden nicht einzeln vermittelt, sondern in Gruppen mit einem Betreuer, der ebenfalls im Betrieb mitarbeiten soll. Vorstellbar ist, dass die Landwirte eines Dorfes oder einer Region solch eine Gruppe aufnehmen. Neben den Betreuern und Lehrern sollen die Schüler die deutsche Sprache beherrschen oder Grundkenntnisse besitzen. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), Team 322-Arbeitsmarktzulassung, ist zu erreichen unter der Telefonnummer 0228-713-1085 oder -1326 oder per Email Gastarbeitnehmer@Arbeitsagentur.de. (ED)

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