Quartalsbericht

Preisanstieg bei Kali erwartet

Die neu eröffnete Kalimine Bethume in Kanada soll Ende des Jahres mit 2 Mio. t die angestrebte Produktionskapazität erreichen und dann sollen sich Umsatz und Ergebnis wieder verbesssern. Kurz vor der Staffelübergabe von Norbert Steiner an den künftigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Burkhard Lohr am kommenden Freitag kann er zufrieden sein, dass es um 1. Quartal 2017 ein Umsatzplus um 3 Prozent auf 1,13 Mrd. € gibt. "Insbesondere die hohe Nachfrage nach unseren Düngemittelspezialitäten und das erneut starke Nicht-Auftausalzgeschäft zeigen, dass die Fokussierung auf unsere zwei Säulen aufgeht", sagt Steiner. Zudem wird er der Hauptversammlung am Mittwoch in Kassel seine Prognose auf steigende Preisen für Kali- und Magnesiumprodukte mitteilen.

Das ist auch dringend nötig. Im Berichtsquartal ist das Ebit um 37 Prozent auf 137 Mio. € deutlich gesunken. Das Ebit im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte hat sich mit 42 Mio. € gegenüber Vorjahr mehr als halbiert.

Im Geschäftsbereich Salz standen einem guten Wintergeschäft in Europa und Kanada milde Witterungsverhältnisse und rückläufige Preise im Auftausalzgeschäft in den USA gegenüber. Erneut positiv zeigte sich dagegen das Geschäft mit Salzen für die Lebensmittelindustrie sowie für Gewerbe- und Industrieanwendungen. Das operative Ergebnis sank um rund 14 Prozent auf 106 Mio. €.

Steiner verbindet seinen Abschied mit der Hoffnung, dass Umsatz und operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2017 spürbar über den Werten des Vorjahres liegen dürften. Allerdings dürfte Niedrigwasser der Werra den Produktionsablauf im Werk Werra immer wieder beeinträchtigen und wie schon seit Januar für Unterbrechungen sorgen. K+S darf nur eine begrenzte Menge Salzabwässer in die Werra leiten, wenn diese genug Wasser führt. Diese Faktoren könnten zu einer erheblichen Abweichung von dieser Prognose führen.

Mit der Inbetriebnahme der KKF-Anlage im nächsten Jahr dürfte sich die Entsorgungssitutaion von Salzabwässer deutlich entspannen. Einen positiven Beitrag wird das neue Kaliwerk Bethune in Kanada beisteuern. Das Konzern-Ebitda für 2020 wird auf 1,6 Mrd. € angepeilt. (da)
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