Die Stimmung in der Landwirtschaft ist so gut wie seit dem Frühjahr 2008 nicht mehr. Die Investitionen jedoch stagnieren. Das Konjunkturbarometer Agrar, das der Deutsche Bauernverband (DBV) vierteljährlich erhebt, steigt im Juli von 13 auf 21 Punkte. Grund ist das angestiegene Erzeugerpreisniveau. „Die Grundstimmung in der Landwirtschaft ist wieder positiv", sagte DBV-Generalsekretär Helmut Born heute in Berlin bei der Vorstellung der Zahlen. Mittlerweile beurteilen alle Betriebsformen, Ackerbauern, Milchviehhalter und Veredler ihre aktuelle Situation wieder mindestens befriedigend. Nach der zukünftigen wirtschaftlichen Lage gefragt, erwarten die Landwirte eine Stabilisierung.
 
Die Verbesserung der Stimmung wirkt sich allerdings nicht auf die Investitionsbereitschaft der Betriebe aus. Laut der Umfrage wollen bis Dezember 2010 rund 37 Prozent der befragten Betriebe in Maschinen, Gebäude oder Erneuerbare Energien investieren. Das ist fast der gleiche Wert wie im Vorjahreszeitraum. Der Bauernverband erklärt dies damit, dass sich die getätigten Investitionen erst einmal bewähren sollten. Für das Konjunkturbarometer Agrar wurden im Juni 2010 rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmer befragt. (sta)
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