Preisdruck bei Biokraftstoffen schwächt Verbio

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Eine stabile Nachfrage nach Biokraftstoffen verzeichnete Verbio im Geschäftsjahr 2008. Der Umsatz erreichte 666 (Vj. 408) Mio. €. Für 2009 gibt es keine Prognose. Die Verbio Vereinigte Bioenergie AG, Leipzig, profitierte 2008 von höheren Verkaufspreisen und festen Rohstoffpreisen. Daran änderte auch die höhere Steuer für reinen Biodiesels (B100) von 9 auf 15 Cent/Liter wenig. Das Konzern-Betriebsergebnis wanderte mit 14 Mio. € wieder in den Plusbereich, nach einem Verlust von 257 Mio. € im Vorjahr. Auch das Ergebnis nach Steuern ist mit 9 Mio. € wieder positiv. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,15 €.

Im Segment Biodiesel zog die Nachfrage aus den osteuropäischen Ländern 2008 wieder an, knapp 38 Prozent oder rund 157.500 t konnten exportiert werden. Im Segment Bioethanol ruhte der Betrieb zeitweise. Seit Oktober 2008 laufen beide Anlagen in Zörbig und Schwedt wieder, nachdem die Getreidepreise eine wirtschaftliche Produktion wieder ermöglichten. Es werden aber auch Zucker- und Stärkehaltige Rohstoffe eingesetzt.

Seit Jahresbeginn ist die Nachfrage von Biodiesel und Bioethanol stark zurückgegangen. Der Preisdruck nehme zu. Aus diesem Grund will Verbio derzeit keine Prognose für das Gesamtjahr 2009 treffen. Erst für das Jahr 2011 erwartet der Verbio-Vorstand Claus Sauter mit einer deutlichen Verbesserung der Marktlage. Bis dahin seien die Nachhaltigkeitskriterien in Deutschland und in der EU wirksam. (da)

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