Preisdruck bei Wintergerste nimmt zu

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Der süddeutsche Markt für Wintergerste ist erheblich unter Druck geraten. Der überregionale Absatz gestaltet sich zunehmend schwieriger. Inzwischen ist der Interventionspreis zur Richtschnur am Markt geworden. Am Binnenmarkt haben sich die Käufer weitgehend zurückgezogen. Selbst in den Veredelungsregionen ist der Absatz fast zum Erliegen gekommen. Die Mischfutterindustrie ist nur sporadisch am Markt. Ab süddeutscher Station lassen sich kaum mehr als 96 bis 100 €/t erzielen, heißt es im Handel. Äußerst schwierig gestaltet sich der Absatz nach Italien und Österreich. Darüber hinaus konkurriert hiesige Wintergerste mit sehr preiswerten Offerten aus Osteuropa. Schleppend ist auch der Absatz in die Niederlande und zur norddeutschen Mischfutterindustrie. Marktbeobachter nennen cif Niederlande beziehungsweise franko norddeutschem Kraftfutterwerk lediglich 114 bis 115 €/t Wintergerste. Auch Drittlandsexporte bieten derzeit keine Entlastung. Kurzfristig wird keine Verbesserung der Situation erwartet. Die Anbaufläche für Wintergerste wurde im vergangenen Herbst in Bayern um 1,8 Prozent und in ganz Deutschland um 3,4 Prozent ausgedehnt. Vor diesem Hintergrund rechnen Getreidehändler auch in der zweiten Jahreshälfte nicht mit einer grundlegenden Trendwende. (HH)
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