Preisdruck macht Tonkens zu schaffen

Das Agrarunternehmen Tonkens Agrar AG vermarktet bereits umfangreich die diesjährige Kartoffelernte. Damit sollen die Erlöse besser kalkulierbar werden. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt berichtet für die Ernte 2011 von Preisdruck. Hauptsächlich darauf führt Tonkens zurück, dass der Umsatz im 1. Halbjahr 2011/12 auf 6,1 Mio. € zurückgegangen ist. Im Vorjahreszeitraum Juli bis Dezember 2010 waren noch 8,6 Mio. € erreicht worden. Dadurch ist auch das operative Ergebnis geschrumpft. Unter dem Strich ergibt sich von Juli bis Dezember 2011 ein Konzernverlust von etwa 100.000 €. Auch im gesamten Wirtschaftsjahr 2011/12 rechnet der Vorstand mit einem negativen Ergebnis. Die Verluste sollen allerdings nicht so hoch werden wie im Vorjahr, als ein Minus von 1,7 Mio. € ausgewiesen wurde. Für 2012/13 stellt der Vorstand die Rückkehr zu schwarzen Zahlen in Aussicht. Es gebe auch ausreichende liquide Mittel zur Finanzierung des weiteren Geschäftsbetriebs.

Außerdem berichtet das Unternehmen, dass am Standort Osterfeld der Bau einer zweiten Biogasanlage geplant ist. Zur Kartoffelvermarktung berichtet die Gesellschaft über einen größeren Verkaufskontrakt für die Ernte 2012, teilweise zu Fest- und teilweise zu Marktpreisen. Hiermit will sich der Vorstand besser gegen die Volatilität des Marktes absichern. Schließlich berichtet das Unternehmen von geringen Auswinterungen bei Getreide und Raps.

Tonkens Agrar mit Sitz im sachsen-anhaltinischen Sülzetal ist im Juli 2010 an die Börse gegangen. Bisher betreibt das Unternehmen Ackerbau und Milcherzeugung sowie Solaranlagen. Hinzu kommt die Verarbeitung von Kartoffeln und Zwiebeln. Seit November 2011 ergänzt die erste Biogasanlage mit einer Leistung von 500 kW das Programm. (db)
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