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Die Rapsschrotpreise in Deutschland sind in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck geraten. Eine Änderung dieser Situation ist vorerst nicht in Sicht. Durch die niedrigen Kurse wurde der Einsatz im Mischfutter wieder deutlich forciert. Bis Ende des Wirtschaftsjahres deutet sich ein stetiger Anfall von Rapsschrot an. Für Rapsschrot lagen die Briefkurse gestern nur noch bei 29 DM/100 kg, auf ähnlichem Preisniveau ab Hamburg, Salzgitter und ab Oberrhein. Bei den niedrigen Preisen hat die Attraktivität von Rapsschrot in den Mischungen der Kraftfutterindustrie deutlich zugenommen. Die Abrufe bei den Ölmühlen sind rege. Inzwischen spricht die Mischfutterindustrie von einem Mehreinsatz von etwa 15 Prozent gegenüber dem Ende des vergangenen Jahres. Forciert wurde der Mehreinsatz auch durch die veränderte Preisrelation zwischen Raps- und Sojaschrot. In der Spitze wurde Rapsschrot auf knapp 80 Prozent des Preisniveaus von Sojaschrot gehandelt. Mittlerweile hat sich diese Relation auf ungefähr 65 Prozent verschoben, was in etwa der Wertigkeit des Rapsschrotes entspricht. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (St)
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