Die Importsperre Russlands für unverarbeitetes Schweinefleisch aus den Ländern der EU zeigt Wirkung im Markt. Die heute mit 1,52 €/kg Schlachtgewicht (SG) ermittelte Notierung der VEZG liegt deutlich unter der Notierung in der Vorwoche.

Am Markt würden sich Angebot und nachfrage derzeit ausgeglichen zeigen, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. Die angebotenen Stückzahlen würden jedoch unterdurchschnittlich ausfallen. Wie Sprecher der ISN gegenüber agrarzeitung.de hätten die großen Schlachtunternehmen auch zugesagt, sich an den Notierungen zu orientieren. Auch im dem vom Exportverbot nach Russland besonders betroffenen Dänemark würden sich die Preise weiterhin stabil zeigen, so die ISN.

An die Marktteilnehmer appelliert die ISN, Umsicht zu zeigen und die Marktchancen realistisch einzuschätzen. Denn schließlich würden von Russland im Wesentlichen nur Verarbeitungsware und Nebenprodukte bezogen. Auf die Nachfrage nach wertvolleren Teilstücken im Heimatmarkt hätten die Exportbeschränkungen keinen Einfluss. (jst)  
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