Der Rohstoffindex für das Gesamtjahr 2012 hat nachgegeben. Allerdings ist der Teilindex für Getreide und Ölsaaten erheblich gestiegen.

Der Rohstoffindex des Hamburgischen Weltwirtschaft Instituts (HWWI) verzeichnet für das Gesamtjahr 2012 einen Rückgang um 2,9 Prozent (auf Euro-Basis). Dabei entwickelten sich die Teilindizes sehr unterschiedlich.

Der Index für Getreide erhöhte sich im Jahresverlauf um 7,9 Prozent, der für Ölsaaten um 13,1 Prozent. Der Index für Genussmittel sank um 21,8 Prozent und für Kohle um 17,9 Prozent. Öl verbilligte sich im Jahresverlauf um 2,4 Prozent.

Der Index für Nahrungsmittel bewegte sich in der ersten Jahreshälfte 2012 seitwärts, begann jedoch im Sommer kräftig zu steigen. Hauptgrund hierfür war die extreme Trockenheit in den USA, die die Soja- und Maisernte zerstörte. Während sich Mais um 5,8 Prozent im Zeitraum Anfang Januar bis Ende Dezember 2012 verteuerte, stieg der Weizenpreis im gleichen Zeitraum um 13,6 Prozent und Sojaschrot sogar um 31,7 Prozent.

"Dass es bei diesen Preiserhöhungen 2012 in einigen Entwicklungsländern nicht zu vergleichbaren Hungerkrisen kam wie im Jahre 2008, lag an dem über das Jahr stabil gebliebenen Reispreis", schreibt das HWWI.

Preisrückgänge waren 2012 bei Zucker mit 17,9 Prozent und Kaffee mit 31,8 Prozent zu verzeichnen. Bei beiden Rohstoffen führten gute Ernten in Brasilien zu einem erhöhten Angebot, so führt das Institut aus Hamburg aus. (hed)
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