Preisrally am Bodenmarkt geht weiter


Das Interesse an Ackerland in den ostdeutschen Bundesländern ist ungebrochen groß. Preise für Ackerland steigen weiter. Der Verkauf von ehemals volkseigenen Flächen ist ein gewinnbringendes Geschäft für den Bund. Für 2012 kann die bundeseigene Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) einen Gewinn in Höhe von 483 Mio. € ausweisen. Das ist zwar weniger als in den Vorjahren, doch muss dabei berücksichtigt werden, dass mehr Flächen als bisher zu günstigen Konditionen an Alteigentümer verkauft wurden.
 
Insgesamt verkaufte die BVVG im Jahr 2012 rund 40.400 ha an Agrarflächen, darunter 15.300 ha zu den begünstigten Bedingungen des Flächenänderungserwerbsgesetzes (EAGL). Bei den Verkaufspreisen wurde mit durchschnittlich 13.761 €/ha wieder ein neuer Spitzenwert erzielt. Doch bleibt BVVG Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller gegenüber Kritik gelassen. Die meisten Direktverkäufe würden mit ortsansässigen Betrieben getätigt. Auch werde der Anteil an BVVG Flächen an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche immer geringer.
 
Aktuell hat die BVVG noch 267.500 ha im Bestand. Nach dem noch geltenden Koalitionsvertrag soll die BVVG bis 2025 seine Arbeit beendet haben. Das dürfte auch klappen, ist BVVG-Geschäftsführer Detlev Hammann überzeugt. Allerdings wird es nach den Bundestagswahlen neue Vereinbarungen geben, die über die Zukunft der Behörde entscheiden. (da)
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