DMK Group

Preistief drückt den Umsatz


In den ersten vier Monaten dieses Jahres zahlte die die DMK Group ihren Mitgliedern einen Milchpreis von 28,6 Cent/kg aus, das waren 10,7 Cent/kg weniger als in Vorjahreszeitraum. Für die kommenden Monate sieht Dr. Josef Schwaiger keine Besserung. "Sollte die Milchmenge deutlich ansteigen, wird der Preis weiter unter Druck geraten“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung heute bei der Bilanzpressekonferenz der DMK Group.

Trotz der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt erteilte Schwaiger staatlichen Eingriffen eine Absage. Auch zu Zeiten der Mengenregulierung habe es volatile Märkte gegeben, erinnerte der DMK-Chef. Gründe für die aktuell niedrigen Preise seien die Ausweitung der weltweiten Milchproduktion im vergangenen Jahr um 10 Mrd. kg, der russische Einfuhrstopp und die schwache chinesische Milchpulver-Nachfrage. „Wir müssen den Weltmarkt zur Kenntnis nehmen“, forderte Schwaiger. Produktionsbeschränkungen in einem Land würden die Erzeuger in anderen Ländern freuen, aber nicht helfen.

Weniger Umsatz mehr Eigenkapital

Die niedrigeren Erlöse für Milchprodukte wirken sich auch auf den Umsatz der DMK Group aus. Von Januar bis April gingen die Umsätze um 16 Prozent auf 1,56 Mrd. Euro zurück. Der Jahresüberschuss sank von 41 auf 25 Mio. €, womit man noch „auf Plan“ liege, erklärte Finanzvorstand Volkmar Taucher. Ziel der Geschäftsführung bleibe es, eine Balance zwischen Eigenkapitalbildung, Milchpreis und Gewinn zu finden. Trotz des schwierigen Marktumfeldes sei für das laufende Jahr eine Aufstockung des Eigenkapitals um 50 Mio. € auf 624 Mio. € geplant. Der morgen tagenden Vertreterversammlung der DMK eG empfiehlt die Geschäftsführung eine Dividende von 4 % zu beschließen. (SB)
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