Agrarrohstoffe

Preistief scheint überwunden


Bis auf ganz wenigen Ausnahmen wie beispielsweise Kakao liegen die Preise für Agrarrohstoffe um durchschnittlich 20 Prozent unter jenen des Vorjahres. Ursachen dafür sind in äußeren Faktoren, insbesondere der Entwicklung der verschiedenen Währungen zu suchen, so Stefan Vogel, Leiter der Bereichs Marktanalyse für Agrarcommodities der niederländischen Rabobank. Doch sei davon auszugehen, dass die Tiefststände durchschritten seien, äußerte er auf der Jahresmitgliederversammlung des Deutscher Verband Tiernahrung (DVT) am Donnerstag in Magdeburg. Bereits jetzt seien leichte Aufwärtstendenzen erkennbar.

Dennoch würden die währungsbedingten Einflüsse weiter wirken. So trage der innerhalb eines Jahres erfolgte Wertverlust des russischen Rubel um 50 Prozent zu einer starken Position der russischen Weizenexporteure bei. Gleichzeitig würde jedoch der relativ starke US-Dollar die US-amerikanischen Exporte belasten. Gute Ernten in den vergangenen zwei Jahren hätten zu ausreichenden Lagerbeständen weltweit und einer insgesamt "komfortablen Rohstoffversorgung" geführt, so Vogel. Bei einer anhaltenden Volatilität der Preise gehe er jedoch von einer Aufwärtsbewegung der Preise für alle Rohstoffe aus. Dabei würden Niveaus der Jahre 2012 bis 2014 jedoch kaum erreicht wären. Nicht vorhersehbar sei, in welcher Weise Wetterphänomene wie beispielsweise das gegenwärtig viel diskutierte "El Nino" Einfluss haben könnten. (jst)
stats