Rentenbank

Preistief trübt Ausblick


Die Zentrale der Rentenbank in Frankfurt/Main.
-- , Fotos: Rentenbank
Die Zentrale der Rentenbank in Frankfurt/Main.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres konnte die Landwirtschaftliche Rentenbank für 1,5 Mrd. € neue Programmkredite zusagen. Nach Angaben von Vorstandssprecher Dr. Horst Reinhardt liegt dieser Wert in etwa auf Vorjahresniveau. Dabei entwickelten sich die einzelnen Sparten unterschiedlich.

In der Fördersparte Landwirtschaft nahm die Kreditnachfrage von Januar bis März 2016 um fast 4 Prozent ab. Auch die Fördersparte „Ländliche Entwicklung" verbuchte ein Neugeschäft, das mit 313 Mio. € um 38 Prozent die Vorjahreszahlen verfehlte.

„Die Nachfrage nach Liquiditätssicherungsdarlehen war jedoch anhaltend hoch ", erläuterte Reinhardt heute die Zahlen während der Bilanzpressekonferenz seines Hauses in Frankfurt. Dies sei auch bedingt durch die 2. Runde des Liquiditätshilfeprogramms des Bundes, die im Februar eröffnet wurde. In der Fördersparte „Erneuerbare Energien" ist die Nachfrage im 1. Quartal 2016 um 40 Prozent gestiegen. „Vor allem Windkraftfinanzierungen hatten daran einen Anteil", so Reinhardt.

Für die weitere Entwicklung 2016 rechnet die Rentenbank bei den Programmkrediten mit einem insgesamt schwächeren Neugeschäft. „Aufgrund der niedrigeren Agrarpreise gegenüber 2015 erwarten wir einen weiteren Rückgang der Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft und damit auch der Nachfrage nach unseren Investitionskrediten", begründete der Vorstandssprecher die Jahresprognose. Auch das steigende Interesse an Liquiditätssicherungsdarlehen werde dies voraussichtlich nicht ausgleichen können.

Mit Blick auf die abgelaufene Geschäftssaison 2015 spricht die Rentenbank von einem „erfolgreichen Jahr". Das Neugeschäft bei Programmkrediten habe mit 7,8 (Vorjahr: 6,9) Mrd. € einen neuen Höchstwert erreicht. Maßgeblich verantwortlich für das Plus von fast 14 Prozent sei jedoch nicht allen die Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft gewesen, denn diese fiel laut Reinhardt „teilweise nur verhalten aus", beispielsweise im Sektor Tierhaltung. Eine wichtige Rolle habe bereits 2015 das Liquiditätssicherungsprogramm gespielt. Es wurde für Betriebe geöffnet, die unter den gefallenen Preisen für Milch und andere Agrarprodukte zu leiden hatten. (Sz)
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