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Eine Schweinemastanlage mit über 16.000 Plätzen soll auf einer Fläche von 6 ha in der sachsen-anhaltinischen Gemeinde Sietzsch/Saalkreis entstehen. Neben sechs Mastställen umfasst das Projekt unter anderem acht Mischfuttersilos sowie Güllebehälter mit einer Kapazität von 5.030 cbm. Letztere entsprechen dem Bedarf von 191 Tagen. Insgesamt wird pro Jahr mit einem Gülleanfall von 28.000 cbm gerechnet. Bedingt durch den hohen Mechanisierungsgrad der Anlage werden nach Angabe der Mitteldeutschen Zeitung nur sechs neue Arbeitsplätze entstehen. Während der Gemeinderat von Sietzsch Widerstand gegen das Projekt ankündigt, weil er eine abschreckende Wirkung auf andere Investoren wegen der Geruchsbelästigung befürchtet, stützt das Umweltgutachten diese Vermutung nicht: Die Anlage sei "genehmigungsfähig". Als günstig in dieser Sache wird das Vorhaben des Investors gesehen, rund um die Tierhaltung einen 3 m hohen Wall aufzuschütten und zu begrünen. Laut Antrag zum Genehmigungsverfahren will der Investor die Mastanlage noch im laufenden Jahr bauen und in Betrieb nehmen. (Bm)
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