Proben von PCB-Eiern ergeben uneinheitliches Bild

Die ersten Untersuchungsergebnisse im PCB-Fall in Niedersachsen liegen vor. Der betroffene Bio-Freilandbetrieb aus dem Landkreis Oldenburg bleibt gesperrt. Die amtlichen Eiproben aus den sechs Abteilungen des Betriebes deuten auf eine unterschiedliche Belastungssituation hin, meldet das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Freitag. Vier Proben hätten den Höchstgehalt für nicht-dioxinähnliche PCB überschritten.

Insgesamt weisen die Untersuchungsergebnisse eine breite Streuung auf: Sie reichen von 12,96 bis 169,34 ng je g Eifett. Der zulässige Höchstwert für so genannte nicht-dioxinähnliche PCB liegt bei 40 ng je g Eifett. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium kündigt ergänzende Probennahmen zur weiteren Ursachenermittlung an. Ein Teilbefund stehe ohnehin noch aus.

Ein Discounter mit Sitz in Bayern hatte die PCB-Belastungen im Rahmen von Eigenkontrollen entdeckt, wie Anfang des Monats bekannt geworden war. Die Eier sind nach aktuellem Kenntnisstand in sieben Bundesländer und die Niederlande geliefert worden. (pio)
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