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Mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit gebe es in Thüringen keine mit BSE infizierten Rinder. Wie Gesundheitsminister, Dr. Frank-Michael Pietzsch, und Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar, am 28. November 2000 während einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz erklärten, existieren seit 1997 in Thüringen keine aus der Schweiz und England stammenden Rinder mehr. Diese Tiere wurden einschließlich ihrer Nachkommen getötet und verbrannt. Die Kennzeichnungspflicht für Rinder sei im Freistaat von Beginn an konsequent durchgesetzt worden. Die seit 1998 durchgeführten Untersuchungen an Rindern, Schafen und Ziegen ergaben keinen BSE-Verdacht. Von den 21 Futtermittelherstellern Thüringens mischten 18 seit 1994 kein Tiermehl mehr in Wiederkäuerfutter. Die drei restlichen Hersteller, sie produzieren Schweinefutter, stellten jetzt die Verwendung von Tiermehl ebenfalls ein. Sklenar schloss nicht aus, dass Thüringer Rinderzüchter wegen des gravierenden Absatzrückgangs in ernste Schwierigkeiten geraten. Hilfe vom Land sei in dieser Sache nicht zu erwarten. Erhebliche Probleme sieht Gesundheitsminister Pietzsch derzeit in der nicht mehr ausreichenden Kapazität für BSE-Tests. Auch gebe es im Moment noch keine Lösung für das Entsorgen der 1.800 t Tiermehl pro Monat. (Bm)
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