Sojaanbau in Deutschland

Produktion deutlich gewachsen

Der Anbau von Sojabohnen in Deutschland ist in diesem Jahr auf 17000 ha gewachsen. Besonders in den vergangenen sechs Jahren ist die Produktion von unter 2000 ha auf das heutige Niveau deutlich gestiegen. Auslöser ist die zunehmende Nachfrage nach gentechnisch unveränderter Ware. „Wichtige Voraussetzung für den Anbau von Sojabohnen ist die gewährleistete Verwertung des Produkts. Im Lebensmittelbreich und in der Futtermittelbranche existieren in Deutschland Abnehmer für das Produkt“. Darauf wies Jürgen Unsleber, überregionaler Berater Sojanetzwerk, heute in Hannover auf der Agritechnica hin. Der Vertragsanbau sollte vor der Aussaat geklärt sein.

Bei der geeigneten Sortenwahl sei auf die regionalen Sortenversuche zurückzugreifen. In feuchten Gebieten spiele der Boden kaum eine Rolle für den Ertrag. In Trockengebieten dagegen sei der Boden Ertrags entscheidend. „Die einzelbetriebliche Anbauentscheidung ist aufgrund vom regionalen Ertragspotential der Kulturen und der Vermarktungsmöglichkeit abhängig. Auch die jeweilige einzelbetriebliche Situation ist entscheidend “, empfahl Unsleber. Die einzelbetriebliche Kalkulation sei mit eigenen Zahlen erforderlich.

Das Sojanetzwerk ist ein Teil der Eiweißpflanzenstrategie der Bundesregierung. Ziel des Netzwerks ist die Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Sojabohnen in Deutschland. Neben einem breiten Wissenstransfer sollen die Erzeuger mit Verarbeitern und Verwertern vernetzt werden. (dg)
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