Die Bioethanol-Produktion in Deutschland ist 2014 um 8,2 Prozent gewachsen. Der Verbrauch ist um 1,9 Prozent gestiegen, teilt der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mit. Für dieses Jahr erwartet der BDBe ebenfalls eine positive Entwicklung.

Durch die seit Januar 2015 geltende Verpflichtung zur Senkung der CO2-Emissionen von Kraftstoffen sei Bioethanol noch wettbewerbsfähiger geworden. Die im Osten und Norden Deutschlands gelegenen Bioethanolwerke produzierten 2014 eine Rekordmenge von 726.881 t Bioethanol. Als Rohstoffe dienten 2,6 Mio. t Zuckerrüben, 1,5 Mio. t Getreide sowie Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie.

Der BDBe geht davon aus, dass sich die seit dem 1. Januar 2015 geltende Pflicht der Mineralölwirtschaft zur Minderung des CO2-Ausstoßes von Kraftstoffen um 3,5 Prozent besonders positiv auf den Absatz von deutschem Bioethanol auswirken wird. Mit 60 bis 70 Prozent CO2-Minderung sei deutsches Bioethanol der für die CO2-Minderung effizienteste und wettbewerbsfähigste Biokraftstoff. Die Anhebung der Pflicht zur Minderung des CO2-Ausstoßes von Kraftstoffen auf 4 Prozent ab dem Jahr 2017 und auf 6 Prozent ab dem Jahr 2020 bewirke einen weiter steigenden Absatz. (az)
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