Biokohle

Produzent kämpft um Reputation


Der Biokraftstoff-Produzent aus Warburg, dem vorgeworfen wird, krebserregende Pflanzenkohle über das Internet vertrieben zu haben, wehrt sich. Ihm zufolge wird der Sachverhalt von den zuständigen Behörden in NRW falsch dargestellt.

Vor allem geht es ihm um die Behauptung, dass die von ihm selber hergestellte Ware Grenzwerte überschreite. Das sei nicht der Fall, heißt es von Seiten der Paderborner Rechtsanwälte Brandi, die den Unternehmer vertreten. Die in der Anlage hergestellte Pflanzenkohle sei völlig beanstandungsfrei. 

Vermutlich kontaminiert sei hingegen eine hinzugekaufte Tranche an Biokohle.  „Es gibt Ergebnisse, die nahelegen, dass diese aufgekaufte Ware schadstoffbelastet ist“, sagt Rechtsanwalt Dr. Christoph Worms, der den Unternehmer vertritt. Die zuständigen Stellen in Detmold haben unter anderem auf Cadmium, Benzol und PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) getestet. Endgültige Ergebnisse stehen noch aus.

Darüber hinaus sei es unwahr, dass dem betreffenden Unternehmer der Handel mit Biokohle untersagt worden sei. „Es gibt keinen Verkaufsstopp mehr“, erklärt Worms. Es gebe einen Beschluss des Verwaltungsgerichtes Minden, dass vorläufig gehandelt werden darf. Im September rechnet der Anwalt mit einer endgültigen Entscheidung bezüglich des Verkaufsstopps. Die Anwälte vertreten auch den Lieferanten der vermutlich kontaminierten Ware. Sie stammt nicht aus dem Bezirk Detmold. (kbo)
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