Geflügelschlachterei

Protest gegen Wiesenhof-Pläne

Wiesenhof investiert im Berliner Umland in die Produktion und Verarbeitung von Geflügelfleisch. Im an der Grenze zu Berlin gelegenen Königs Wusterhausen betreibt Wiesenhof einen Geflügelmastbetrieb mit rund 1 Mio. Hühnern. Hinzu kommen am Ort eine Hennenanlage mit 85.000 Tieren sowie weitere Betriebe in Brandenburg. In Niederlehme, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen, soll nun die Kapazität Wiesenhof-Geflügelschlacht- und Verarbeitungsanlage, Märkische Geflügelhof-Spezialitäten GmbH, um 40.000 auf täglich 160.000 Tiere, bei Maximalauslastung auf 240.000 Tiere täglich erweitert werden.

Dagegen regt sich Protest in der Bevölkerung, der von den Grünen im Landtag Brandenburg unterstützt wird. Der umwelt- und agrarpolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Benjamin Raschke, hat heute im Genehmigungsverfahren zur Kapazitätserweiterung der Wiesenhof- Geflügelschlachtanlage in Königs Wusterhausen eine Einwendung eingelegt. „Ich sorge mich um die Gesundheit der Anwohner und den Wasserhaushalt in der Nachbarschaft der Anlage“, sagte er. Gegen diese sprächen aber auch grundsätzliche Erwägungen des Tierschutzes und einer nachhaltigen Landwirtschaft.

Bis heute, 2. Dezember, konnten gegen die Genehmigung Einwende vorgebracht werden. In Brandenburg ist im Frühjahr das Volksbegehren gegen Massentierhaltung erfolgreich durchgeführt worden. Noch im Dezember beginnt das Projekt eines Tierschutzplans. Gegen die Erweiterung der Schlachtanlage hat sich Ende November die Bürgerinitiative „KW stinkt 's“, gegründet. (da)
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