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Massive Proteste gibt es im thüringischen Ilmkreis gegen den Bau einer Mastanlage für 21.000 Schweine in der Agrargenossenschaft Alkersleben. Thüringens Tierschutzbeauftragter, Harald von Fehr, bezeichnete das Vorhaben als Wahnsinn. Man habe auf ein Umdenken in der Agrarpolitik gehofft. Sturm gegen das Vorhaben laufen auch Bürger und Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft "Riechheimer Berg", in deren Territorium die Anlage entstehen soll. Der Chef der Agrargenossenschaft Alkersleben, Detlev Schaube, sieht für die Region dagegen auch Vorteile durch den Bau der neuen Anlage, die an der Stelle eines ehemaligen Milchviehstalls entstehen soll. Statt der bisherigen Güllemenge in Höhe von jährlich 50 Millionen Litern aus der Milchviehanlage, falle durch die Schweinemast nur noch die Hälfte dieser Menge an. Mit einem Gutachten zur Geruchsbelästigung und zur Umweltverträglichkeit habe man unter anderen die Thüringer Landgesellschaft beauftragt. In die Mastanlage sollen 10 Mio. DM investiert werden. Entscheiden über den Bau wird das Landesverwaltungsamt Weimar. Zuvor gibt es am 12. Juni 2001 eine öffentliche Anhörung.(Bm)
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