1

Rund 200 Demonstranten haben am Montag gegen die Freisetzung von gentechnisch verändertem (GV-)Weizen und GV-Pharmaerbsen in Gatersleben in Sachsen-Anhalt demonstriert. Organisiert wurde der Protest vom Deutschen Bauernbund (DBB) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Sie befürchten eine Verunreinigung der Genbank des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), das in seiner Gen-Bank die Muster von rund 3.000 botanischen Arten und über 700 Gattungen von Kulturpflanzen lagert.

Das IPK will aber auch die Freisetzung von GV-Pflanzen erforschen und hat vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) unter strengen Sicherheitsauflagen die Genehmigung für die Freisetzung von GV-Weizen und GV-Pharmaerbsen erhalten. Die Reinerhaltung der Genbank liegt auch im Interesse der Wissenschaftler am IPK, die seit 60 Jahren an den Mustern forschen. Wie der Leiter des IPK, Professor Andreas Graner, gestern vor Journalisten betonte, werde ein Sicherheitsabstand von 500 Metern eingehalten. Eine Verunreinigung werde auch durch die Trennung des GV-Materials bei Anbau, Ernte und Lagerung ausgeschlossen. (kd)

stats