Am kommenden Samstag werden am Rande der Grünen Woche auch wieder Protestkundgebungen stattfinden.

Das Bündnis „Wir haben Agrarindustrie satt“ lädt zu einer Demonstration am 19. Januar nach Berlin. Unterstützt wird der Aufruf von zahlreichen Umwelt- Natur- und Tierschutzorganisationen sowie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter. Die Veranstalter erwarten über 15000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration.

Auch die Partei der Grünen nutzt die Internationale Grüne Woche (IGW) und die Aufmerksamkeit für Landwirtschaft in dieser Zeit, um eigene Themen zu platzieren. Die Partei will sich für artgerechte Tierhaltung einsetzen und den Bau von Großställen verhindern sowie den Einsatz von Antibiotika reduzieren.

Die CSU-Agrarexpertin Marlene Mortler wirft den Grünen gezielte Stimmungsmache gegen die Landwirtschaft im Vorfeld der Grünen Woche vor. Als Beispiel nennt sie 
das Thema „Keime auf Mettbrötchen“. Eine von den Grünen in Auftrag gegebenen Stichprobe von 50 Mettproben hatte bei 16 Prozent antibiotikaresistente Bakterien gefunden. Mortler hob hervor, die benannten Erreger kämen überall in der Umwelt vor, seien Bewohner des menschlichen und tierischen Darms. Auch der Mensch könne die Erreger übertragen. Es sei bekannt, dass ein erhöhtes Risiko beim Verzehr von Produkten wie rohem Fleisch bestehe.  

„Alle Jahre wieder inszenieren die Grünen ihren ganz persönlichen Lebensmittelskandal und diffamieren auf Basis nicht repräsentativer Daten eine ganze Branche“, sagte die Bundestagsabgeordnete Mortler, die auch Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft der CSU ist. (hed)
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