Ein seit vier Jahren gegen die Unternehmensgruppe Tönnies-Fleisch, Rheda-Wiedenbrück, laufendes Verfahren vor dem Landgericht Essen ist heute beendet worden. Weder ein Schuldnachweis noch ein Schuldeingeständnis sind damit verbunden. Auf der Grundlage des § 153 a der Strafprozessordnung wurde eine Lösung gegen Geldauflagen gefunden, berichtet das Unternehmen. Damit seien alle Verfahren wegen möglicher Falschdeklarationen von Fleischwaren gegen den Firmeninhaber sowie neun seiner leitenden Angestellten beendet. 

Aus unternehmerischer Sicht sei eine möglichst baldige Lösung für das langwierige Verfahren angestrebt worden. Allein die seit 6 Monaten andauernde Hauptverhandlung habe große physische und psychische Belastungen für die Beteiligten sowie das Unternehmen bedeutet. Die Geldauflagen sehen gestaffelte Zahlungen für die einzelnen Beteiligten jeweils auf der Grundlage ihrer Vermögensverhältnisse vor. Der mit rund 900.000 € höchste Betrag entfällt auf den Firmeninhaber Clemens Tönnies. Mit der gefundenen Lösung zeigt sich das Unternehmen zufrieden. Er sei froh, dass damit eine aus Sicht der betroffenen akzeptable Lösung gefunden worden sei, äußerte Clemens Tönnies nach der abschließenden Verhandlung. (jst)
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