Prüfsiegel für konventionelle Produkte bald geplant

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Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA), Bonn, will noch in diesem Jahr ihr neues Prüfsiegel für konventionelle Lebensmittel einführen. Finanziert werden soll das neue Qualitätssicherungssystem voraussichtlich über Lizenzen, die vom Lebensmittelhandel eingezogen werden sollen. Diese Aussagen traf Jörn Johann Dwehus, Geschäftsführer der CMA, Anfang der Woche auf einer Veranstaltung des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten, Landesgruppe Bonn. Zurzeit sei die CMA dabei, eine gemeinsame Gesellschaft mit der Landwirtschaft, der Futtermittelwirtschaft, den Schlachtereien und Verarbeitern sowie mit dem Lebensmitteleinzelhandel zu gründen. Diese sollen gemeinsam das neue System tragen. Bei einer solchen privatwirtschaftlichen Ausrichtung ließen sich die Kriterien weicher und flexibler formulieren als in einem staatlichen System. Jede einzelne Stufe müsse das System in ihrem Bereich vorantreiben und die Kriterien der Qualitätssicherung in der jeweiligen Stufe definieren. Die Normen müssten dabei so angesetzt werden, dass sie von einem Großteil der Landwirte erfüllt werden könnten. Starten soll das neue System mit Fleisch- und Fleischwaren, um dann in andere Bereiche hineinzuwachsen. (St)
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