Ferkelkastration

QS beschließt Regeln für Importferkel

Die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung ist ab dem 1. Januar 2019 in Deutschland nicht mehr zulässig. Um die Folgen von Marktspaltungen abzufedern und Benachteiligungen für Ferkelerzeuger aus Deutschland auszuschließen, gelten für Ferkel, Mastschweine und Schweinefleisch, die ab 2019 aus dem Ausland ins QS-System geliefert werden, die Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes. Der QS Fachbeirat Rind und Schwein hat die Anforderungen für QS-zertifizierte Betriebe noch einmal deutlich formuliert, teilt QS mit.

Ab 2019 müssen auch die ausländischen Betriebe, die an QS teilnehmen, die QS-Anforderungen zur Ferkelkastration anwenden, um weiter das Siegel tragen zu dürfen, so QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff. Das heißt, etwa 16.500 ausländische Schweinehalter müssen ab 2019 auf die Kastration ohne Betäubung verzichten. Als Optionen kommen die Ebermast, die Immunokastration und die Ferkelkastration mit Betäubung in Frage.

Welche Mittel zur Betäubung eingesetzt werden dürfen, lässt QS derzeit jedoch offen. Der Einsatz von CO₂ bei der Kastration unter Betäubung ist in Deutschland nicht zugelassen, während das Verfahren in den Niederlanden offiziell anerkannt ist. Das Gesetz macht diesbezüglich keine Einschränkungen. Daher gibt es auch keine geschlossene Liste der einzelnen Verfahren zu Schmerzausschaltung und Betäubung für das QS-System. Nienhoff sieht in dieser Frage noch weiteren Abstimmungsbedarf. (SB)

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