Nahrungsmittel im Wert von mehr als 6 Mrd. € werden jährlich nach den Standards der Qualität und Sicherheits GmbH (QS) zertifiziert. Erzeuger erzielen damit Preisvorteile. Für QS-zertifiziertes Rindfleisch erhalten Landwirte bis zu 3 Cent mehr pro Kilogramm, erläuterte Dr. Hermann-Josef Nienhoff heute in Frankfurt a.M. Pro Jungkuh oder Bullen seien 15 bis 20 € Mehrerlös realistisch, rechnete der QS-Geschäftsführer vor.  McDonald's wolle künftig nur noch QS-Fleisch verarbeiten und bringe damit weitere Impulse. Während der Jahrespressekonferenz zum zehnjährigen Bestehen des Labels bezifferte Nienhoff die Marktdurchdringung von QS für Schweine- und Geflügelfleisch auf mehr als 90 Prozent. Rindfleisch erreiche, mit steigender Tendenz, rund 70 Prozent. Während des zurückliegenden Dioxin-Skandals habe das Prüfzeichen sich als wichtiges Mittel erwiesen, um Krisen zu bewältigen. Die notwendigen Informationen zu den Warenflüssen hätten zügig zur Verfügung gestanden. Sachgerechte Informationen konnten an die Systempartner in der Lebensmittelkette sowie an die Öffentlichkeit gegeben werden, so Nienhoff. 

"Vor allem für die Landwirtschaft hat die flächendeckende Einführung des Qualitätssicherungssystems QS eine überragende Bedeutung gehabt", sagte der QS-Fachbeiratsvorsitzende und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Franz-Josef Möllers, während der Konferenz. Tierschutz und Hygienefragen hätten sich zu zentralen Prüfkriterien des Systems entwickelt, so Möllers. Die Anzahl der Prüfkriterien habe sich in der Schweinehaltung während der vergangenen fünf Jahre von 32 auf 41 erhöht. (hol)
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