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Die niedersächsische Braugerstenernte ist inzwischen zu 80 bis 85 Prozent gedroschen. Die Qualitäten fallen uneinheitlicher aus als zunächst erwartet, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. An die hervorragenden Vollgerstenanteile der beiden Vorjahre kann sie vermutlich nicht anknüpfen. Dieses vorsichtige Resümee zog Hans-Jürgen Seele, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des niedersächsischen Braugerstenanbaus e.V., Hannover, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Gemeinschaft Anfang dieser Woche in Hannover. Im Schnitt dürfte die Ernte einen Vollgerstenanteil von knapp unter 90 Prozent bringen und damit als "durchschnittlich" eingestuft werden. Auch die zu Erntebeginn zunächst gedroschenen hervorragenden Rohproteingehalte seien nach der Regenperiode nicht mehr allgemein gegeben. Die Marktlage wurde als freundlich bewertet. Die Versorgung werde aus der diesjährigen Ernte nicht besser als 2000/01 ausfallen. Preisschwächen seien jedoch nicht in Sicht. (GH)
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