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Die Selbstverpflichtungen von Verarbeitungsunternehmen in Großbritannien, nur qualitätsgesichertes Getreide anzunehmen, werden offensichtlich unterlaufen. Landwirte sollen sich vermehrt bei Farmers Weekly beschweren, dass nach dem System ACCS gesichertes Getreide mit Getreide vermischt wird, das diesen Standard nicht erfüllt. Bislang mussten Farmer, die ACCS nicht eingeführt haben, mit einem Preisabschlag von 2 brit. Pfund/t rechnen. Die schlechte diesjährige britische Getreideernte führt aber wohl dazu, dass die Einkaufsbedingungen bezüglich der Qualitätssicherung weniger ernst genommen werden. Laut Farmers Weekly sollen unabhängige Kontrolleure deshalb jetzt Lieferungen an Mühlen, Mälzereien und Mischfutterhersteller verfolgen, um sicher zu stellen, dass das System eingehalten wird.

Das britische Qualitätssicherungssystem des Handels TASCC ist ebenfalls in Frage gestellt worden, nachdem ein TASCC-zertifiziertes Lagerhaus Getreide erfasst haben soll, dass nicht qualitätsgesichert ist. Die Agrarhandelsorganisation Ukasta habe das Unternehmen verwarnt, so Farmers Weekly. Von Seiten des Unternehmens Allied Mills hieß es, es seien einige LKW-Ladungen zurückgewiesen worden. Wer das System unterlaufe, werde dafür verantwortlich gemacht. (ED)
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