Qualitätssiegel für konventionell erzeugte Agrarprodukte beschlossen

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Dem Ziel einer erhöhten Transparenz in der Lebensmittelerzeugung soll die Einführung eines nicht-staatlich geförderten Qualitätssiegels für konventionell erzeugte Produkte dienen. Für die Umsetzung wurde die "Qualitäts- und Sicherheits GmbH" gegründet. Geschäftsführer soll Caspar von der Crone werden, der bisher auch Geschäftsführer des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT), Bonn, ist. Darüber haben sich heute vormittag die beteiligten Organisationen geeinigt.

Gesellschafter der neuen Firma seien die Dachverbände der Futtermittelwirtschaft, der Deutsche Bauernverband (DBV), der Verband der Fleischwirtschaft (DFV), der Fleisch verarbeitenden Industrie, der Lebensmittelhandel sowie die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) mit jeweils 16,6 Prozent der Anteile. Die zunächst für die Fleischwirtschaft entwickelte Systematik soll übertragbar sein auf alle Agrarprodukte. Bundeslandwirtschaftsmininsterin Renate Künast wird das Siegel zur Eröffnung der internationalen Lebensmittelmesse Anuga am Sonntag in Köln präsentieren. Kernelement des Siegels sei die umfangreiche Dokumentation aller verwendeten Materialien und Prozesse. Im Fall eines "Skandals" könne die Dokumentation zur raschen Wiederherstellung des Kundenvertrauens dienen. (jst)
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