Qualitätsweizen in Unterfranken in der Kritik


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Wasserschutz führt in Bayern zu Kontroversen. Während Landwirte meinen, genug für den Wasserschutz zu tun. soll es aus Gründen des Umweltschutzes weitere Auflagen geben. Der Leiter des Referats Sicherung der Wasserversorgung im Münchener Umweltministerium, Konrad Hurler, spricht zwar von einem "gemäßigten Weg" in Bayern. Als ausgesprochen ungünstig für das Grundwasser bezeichnete Hurler gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst jedoch den Anbau von Pflanzen, die in einer späten Vegetationsphase noch eine massive N-Düngung erhalten. Er nannte ausdrücklich als Negativbeispiel den Qualitätsweizen in Nordbayern. Aus Gründen des Umweltschutzes wäre hier eine Einschränkung des Anbaus wünschenswert.

Ausgesprochen positiv seien dagegen Braugetreide, aber auch Zuckerrüben, sagte Hurler. Wichtig sei auch der Zwischenfruchtanbau. Die Zwischenfrucht speichere den Stickstoff bis zum Frühjahr. Dann werde sie untergepflügt. Die Folgekulturen können die freigesetzten Nährstoffe ohne Belastung des Grundwassers aufnehmen. (HH)
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