Die Quarantänekrankheit Kartoffelringfäule spüren niederländische Behörden bei einem Pflanzkartoffelproduzenten auf. Sieben Betriebe, die von ihm Pflanzgut bezogen haben, sind ebenfalls betroffen. Der Pflanzguterzeuger in der südniederländischen Region Goeree Overflakkee hat bereits aus der Ernte 2010 infiziertes Pflanzgut geliefert. Das ist bei Kontrollen im Erntegut von 2011 eines deutschen Erzeugers aufgefallen. Die deutschen Behörden haben Anfang März ihre Kollegen darüber informiert. Daraufhin hat die niederländische Aufsichtsbehörde für Lebensmittel und Waren (NVWA) zunächst befallene Partien beim Pflanzguterzeuger und anschließend bei sieben Betrieben nachgewiesen, die dessen Pflanzgut der Ernte 2010 verwendet hatten. In Pflanzgutpartien aus der Ernte 2011 wurden die Kontrolleure ebenfalls mehrfach fündig, auch in bereits ausgelieferten Partien. Das Pflanzgut dieses Vermehrers darf nun nicht ausgebracht werden.

Darüber hinaus haben die Pflanzgutkontrollen der NVWA in der Region Goeree Overflakkee, die unter Quarantänemaßnahme steht, unter 64 Betrieben sieben aufgespürt, die kein anerkanntes Pflanzgut verwendet hatten. Die Betriebe müssen nun unter Aufsicht dieses illegal erzeugte Pflanzgut als Tierfutter entsorgen. (brs)
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