EU-Zuckermarkt

Quoten laufen Ende September aus

Rübenbauern in Österreich haben bereits mit dem akteullen Anbau den Weg in das neue Zeitalter begonnen, berichtet aiz-infodienst. Die Vermarktung des Zuckers aus diesen Rüben erfolgt ab Oktober 2017 ohne vorgegebene Regelung durch die EU.

Die Interessenvertretung der rund 6.200 österreichischen Landwirte "Die Rübenbauern" haben demanch für die neue Ära mit dem Zuckerunternehmen Agrana eine Vereinbarung getroffen, mit der auch in einem völlig geöffneten Markt innerhalb Europas auf die bisherigen Gepflogenheiten aufgebaut werden konnte. "Mir war wichtig, dass es zu keinem Systembruch gegenüber den bisher gewohnten Regelungen gekommen ist. Allerdings mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass es für die Zuckerrüben keinen Mindestpreis mehr gibt, sondern künftig ein vom Zuckerpreis abhängiger Rübenpreis ausbezahlt wird", erklärt der Präsident der österreichischen Rübenbauern, Ernst Karpfinger, gegenüber aiz-infodienst.

Durch die Flächenausweitung in Europa - bei gleichzeitig stagnierendem Zuckerverbrauch - schlittere die Zuckerwirtschaft nun in eine Überproduktion, die sich auf den Zuckerpreis und damit auf den Rübenpreis sehr negativ auswirken werde, weil damit weder die Kosten der Zuckerproduktion, noch die Kosten der Rübenproduktion abgedeckt werden könnten, warnte der Rübenbauern-Präsident zugleich.

Klares Ziel  der Bauern sei es aber, die beiden österreichischen Zuckerfabriken weiterhin mit ausreichend Rüben zu versorgen. Die Zuckerrübe habe ihren Stellenwert in der Fruchtfolge und sichere den Konsumenten durch eine nachhaltige, umweltschonende sowie gentechnikfreie Produktion ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. "Das Zuckerunternehmen Agrana wird zur künftigen Flächenstabilisierung zur Erreichung dieses Ziels Maßnahmen ergreifen müssen, denn die Situation ist derzeit wirklich ernst", so Karpfinger. (mrs)
stats