Milchwirtschaft

Quotenende bringt Schwung


Für den Jahresmilchpreis zeichnet sich ein Rekordwert ab. Den Molkereigenossenschaften sei es gelungen, Exporteinbußen nach Russland mehr als auszugleichen, sagte DRV-Generalsekretär Dr. Henning Ehlers auf einer Fachtagung des Verbandes in Berlin. Der Milchmarkt werde neben den weltweiten Angebots- und Nachfragetrends durch unvorhersehbare kurzfristige Faktoren beeinflusst, führte er aus. Daher könne das Marktgeschehen starken Schwankungen unterliegen. Dies sollten Unternehmen bei ihrer Planung berücksichtigen. 

Das Ende der Milchquotenregelung im März 2015 sei gut für die deutsche Milchwirtschaft, betonte Ehlers. Eine politische gesteuerte Milchmenge sei angesichts globaler Marktentwicklungen ein überholtes Modell. Den vereinzelten Versuchen, das Quotenregime durch Nachfolgeregelungen zu ersetzen, sei der DRV immer entschieden entgegen getreten. Für die Zukunft sehe er die Milchwirtschaft in Deutschland gut gerüstet.

Moderne Milchviehhaltung steht nach Aussage von Ehlers keinesfalls im Widerspruch zu steigenden Anforderungen an Tierwohl oder Nachhaltigkeit. Das Gegenteil sei der Fall, so Ehlers. Allen Beteiligten stelle sich nun die Aufgabe, die Leistungen der Milchwirtschaft in der Kommunikation mit der Gesellschaft, den Verbrauchern sowie mit den Mitgliedern der Genosschaften stärker herauszustellen. (jst)
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