RLV hält einheitliche Flächenprämie nicht für vertretbar

1

Zur Umsetzung der EU-Agrarreform wäre nach Auffassung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) die Kombination eines Betriebsmodells im tierischen Bereich bei Unterstützung des Regionalmodells im pflanzlichen Bereich sinnvoll. Das hat RLV-Präsident Friedhelm Decker in einem Brief an Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn betont, teilt der RLV mit. Wie Decker weiter schreibt, habe sein Verband alle Modelle zur Entkopplung der Direktzahlungen auf Vor- und Nachteile geprüft. Im Ergebnis würden weder das Betriebsmodell noch ein reines Regionalmodell die Einkommensprobleme der wirtschaftenden Betriebe zufriedenstellend lösen können.

Das Offensein seines Verbandes für ein Kombinationsmodell umfasse ausdrücklich nicht das Einverständnis mit einem Abschmelzen der im tierischen Bereich vorgesehenen Betriebsprämie hin zu einer einheitlichen Flächenprämie, betonte der RLV-Präsident. Vor allem bei der Milchprämie, aber auch bei den Tierprämien gebe es zu einer Bemessung der Betriebsprämie auf einzelbetrieblicher Basis gegenwärtig keine echte Alternative, wenn die wirtschaftenden Betriebe in ihrem Bestand erhalten bleiben sollten. Über die nicht minder bedeutsame Situation der spezialisierten Rindfleischerzeuger hinaus müsse daher auf der Agrarministerkonferenz ganz besonders den Milcherzeugern Beachtung geschenkt werden, appellierte Decker an die Ministerin. Die Milchviehhalter hätten betrieblich in aller Regel keine Alternative. Auch das Hinauszögern einer einheitlichen Prämie würde das Problem nur auf einen späteren Zeitpunkt verlagern, dieses jedoch nicht wirklich lösen, so Decker. (ED)

stats