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"Es lohnt sich, langfristig auf Mais zu setzen." So lautete der Tipp des Experten für internationale Maisforschung und Geschäftsführer von MIT, Maize Technologies Int. GmbH., Lutz Krafft, beim Maiskongress der Raiffeisen Ware Austria, RWA, in St. Pölten. Global gesehen sei nämlich Mais jene Feldkultur, in die das meiste Geld für Forschung gesteckt wird: 5 Mrd. EUR für Saatgutforschung, 3,5 Mrd. EUR für Pflanzenschutz im Maisanbau und 1,5 Mrd. EUR für Technologielizenzen.

Basis für Innovationen wird laut Krafft weiterhin die konventionelle Pflanzenzüchtung bleiben, auch mit Blick auf gentechnisch veränderte Sorten. Vorsichtig geschätzt werde nämlich allein in die konventionelle Maiszüchtung von Firmen in den USA jährlich 130 Mio. EUR und in Europa 80 Mio. EUR investiert. Die konventionelle Pflanzenzüchtung bringe deshalb gegenüber den drei anderen Forschungsfeldern Gentechnik, Marker gestützte Züchtung und Genomics, Proteomics, Metabolics die wertvollsten Ergebnisse, weil sie die Eigenschaften der Maispflanzen ganzheitlich verbessere, während die anderen jeweils nur die Eigenschaften einzelner oder einiger weniger Gene beeinflussen könnten. (AIZ)

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