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Österreichs Bauern haben in diesem Jahr mit 4,95 Mio. t eine sehr große Getreideernte eingefahren. "Die Bewältigung dieser Mengen ist für die Raiffeisen Ware Austria (RWA), Wien, und ihre Lagerhäuser eine große Herausforderung", stellte gestern Klaus Buchleitner, RWA-Vorstandsvorsitzender, vor Journalisten in Wien fest. Der RWA-Verbund ist mit einer Vermarktungsleistung von etwas mehr als 1 Mio. t Getreide und Mais Österreichs größter Getreidevermarkter. Ernst Gauhs, RWA-Bereichsleiter für landwirtschaftliche Erzeugnisse, berichtete, dass die großen Mengen bereits zu einem deutlichen Preisdruck geführt hätten. "Das Schlimmste dürften wir preismäßig überstanden haben", meinte Gauhs jedoch. Bei Mais sei allerdings noch unklar, wie viel aus Ungarn auf den österreichischen Markt dränge. In diesem Jahr setzt die RWA bei der Maisvermarktung auf regionale Märkte, Qualitätsdifferenzierungen, wie Gentechnikfreiheit und Gesundheit, zum Beispiel Mykotoxin-Freiheit.

Bei Weizen stellte Gauhs eine sehr differenzierte Vermarktung in Aussicht. Partien mit niedrigerem Proteingehalt stünden in direkter Konkurrenz mit den Überschüssen in fast allen Nachbarländern. Bei Qualitätsweizen habe Österreich dagegen einen Vorteil. Erhebliche Mengen mit höheren Qualitätswerten konnten nach Angaben von Gauhs aus der Ernte 2004 separiert werden. (AIZ)

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