Bilanz

RWZ Köln setzt auf organisches Wachstum


Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ), Köln, strebt für 2015 weiteres organisches Umsatzwachstum an. In den angestammten Geschäftsbereichen wolle man um 5 Prozent in Menge und Wert wachsen, sagt der Vorstandsvorsitzende der RWZ, Hans-Josef Hilgers, auf der Bilanzpressekonferenz heute in Köln. Per Ende März stieg der Umsatz der RWZ gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,5 Prozent auf 490 Mio. €.

„Weiteres Wachstum ist für uns als RWZ essenziell, jedoch nicht um jeden Preis“, betonte Hilgers. Für 2015 plant die Hauptgenossenschaft konzernweit Investitionen von 32 Mio. €, nach 17 Mio. € 2014.

Umsatz 2014 rückläufig

Für 2014 kann die RWZ-Gruppe dagegen kein Umsatzwachstum vorweisen, dabei hatte sich der Konzern bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Plus von 5 Prozent als Zielmarke gesteckt. Der Gesamtumsatz ging, im Gegenteil sogar um 6,9 Prozent beziehungsweise 186 Mio. € gegenüber 2013 zurück auf 2,5 Mrd. €. Den Jahresüberschuss weist die RWZ-Gruppe mit 5,4 Mio. € aus, womit das Vorjahresergebnis „leicht“ übertroffen wurde. Die Eigenkapitalquote stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent.

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen durch volatile Agrarmärkte spricht Vorstandschef Hilgers von einem „Jahr im Rahmen der Erwartungen“. Außerdem habe die RWZ ihren Mengenabsatz steigern können, und zwar um 3,8 Prozent. Damit sei im abgelaufenen Geschäftsjahr ein „wichtiges Unternehmensziel“, nämlich die Erhöhung der Marktanteile, erreicht worden.

Rekordmenge an Getreide erfasst

Der größte Teil des Umsatzes der RWZ Köln entfiel mit 68 Prozent beziehungsweise 1,7 Mrd. € auf das Agrargeschäft. Hierunter fällt unter anderem der Handel mit Betriebsmitteln, die Erfassung von und der Handel mit Getreide und Ölsaaten sowie das Futtermittel- und Kartoffelgeschäft. Gerade im Handel mit Getreide und Ölsaaten machten sich die niedrigen Agrarrohstoffpreise angesichts weltweit guter Ernten im Wirtschaftsjahr 2014/15 bemerkbar. In dem Bereich verbucht die RWZ denn auch einen wertmäßig um 2,6 Prozent kleineren Umsatz als 2013 von jetzt 557 Mio. €. Dafür stieg die umgeschlagene Getreidemenge um fast 9 Prozent auf 2,6 Mio. t. Die Getreideerfassung über eigene Standorte bewegte sich mit fast 1 Mio. t auf Rekordniveau.

Im Betriebsmittelgeschäft stagnierte der Umsatz von Düngemittel bei 177 Mio. €. Auch im Saatgutgeschäft weist die RWZ Köln für 2014 mit rund 46 Mio. € einen Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Im Pflanzenschutzgeschäft verbucht die Genossenschaft dagegen ein Umsatzplus von knapp 9 Prozent auf 146 Mio. €.

Im Baustoffhandel stagnierte der Umsatz bei 72,4 Mio. €, die Raiffeisenmärkte setzten mit 77 Mio. € 1,6 Prozent mehr um als im Vorjahr. In der Sparte Energie ging der Umsatz aufgrund des milden Winters um 5 Prozent auf 540 Mio. € zurück. (pio)
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