Raiffeisen-Märkte

RWZ kooperiert mit Agravis

Die RWZ-Raiffeisenmärkte sollen profitabler werden.
-- , Foto: RWZ
Die RWZ-Raiffeisenmärkte sollen profitabler werden.

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) sucht für ihre Einzelhandelsaktivitäten in den grünen Märkten die Zusammenarbeit mit der Agravis Raiffeisen AG. Der Aufsichtsrat der RWZ hat am Donnerstag beschlossen, dass 16 RWZ Raiffeisen-Märkte in Zukunft an die Agravis verpachtet und von der Agravis betrieben werden. 50 weitere, zumeist kleinere Raiffeisen-Märkte werden weiter in Regie der RWZ geführt und von der Agravis mit Ware versorgt, erfuhr agrarzeitung.de aus Teilnehmerkreisen. Bis zur Jahresmitte soll die Umstrukturierung abgeschlossen sein, vorausgesetzt das Bundeskartellamt stimmt zu.

Die RWZ setzt mit der Kooperation ihr Restrukturierungsprogramm fort. Allerdings reichen die bisher beschlossenen Maßnahmen offenbar nicht aus, um die Profitabilität des Unternehmens im gewünschten Umfang zu erhöhen. Im Management hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die RWZ nicht in allen, insbesondere nicht in den agrarnahen Geschäftsbereichen, groß genug ist, um langfristig eigenständig und gleichzeitig profitabel agieren zu können.

Um die Eigenständigkeit des Gesamtunternehmens zu wahren, seien deshalb weitere Allianzen denkbar, heißt es in der RWZ-Spitze. Kein Thema sei dagegen das Abstoßen ganzer Geschäftsfelder. Durch den Fokus auf Kernkompetenzen vor allem im klassischen Agrar-, Wein- und Gartenbaugeschäft will die RWZ ihre Profitabilität weiter verbessern. Auch dabei seien Allianzen denkbar, dann aber unter der Federführung der RWZ.

Im Geschäftsbereich Profi-Gartenbau sollen alle Aktivitäten in der RWZ-eigenen Tochtergesellschaft Ste-Be gebündelt werden. Derzeit werde mit einem externen Partner über eine Zusammenarbeit verhandelt. Von solchen gemeinsamen Unternehmungen erhofft sich die RWZ Verbesserungen bei den Kosten und Leistungen, um sich in hart umkämpften Märkten bestehen zu können. (SB)
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