Rabobank sucht mehr Einfluss in Polen


Die niederländische Rabobank will ihre polnischen Aktivitäten für die Agrarfinanzierung verstärken. Sie hat Interesse an der Übernahme aller Anteile der BGZ-Bank in Warschau bekundet. Zurzeit hält die Rabobank International knapp 50 Prozent der Anteile der Bank Gospodarki Zywosciowej S.A.- wörtlich übersetzt Bank der Ernährungswirtschaft. Weitere knapp 10 Prozent gehören zur niederländischen Rabobank-Mutter Boerenleenbank. Eine Sperrminorität von etwas mehr als 25 Prozent besitzt noch der polnische Staat, weist die BGZ weiter aus. Schließlich befinden sich 15 Prozent in Streubesitz. Für diese zusammen 40 Prozent der Anteile hat die Rabobank in dieser Woche Kaufinteresse angemeldet, berichtet die polnische Wirtschaftspresse.

Die BGZ-Bank besteht seit mehr als 90 Jahren und ist ein universelles Kreditinstitut. Sie hat sich in Polen auf die Finanzierung der Land- und Ernährungswirtschaft sowie von Infrastrukturprojekten spezialisiert. Diese Ausrichtung passt zur Strategie der Rabobank, die global in 46 Ländern vertreten ist und ihre internationalen Aktivitäten auf die Agrar- und Ernährungswirtschaft konzentriert. Die deutsche Niederlassung befindet sich in Frankfurt am Main. Bekannt ist die Rabobank auch für ihre umfassenden Marktanalysen des internationalen Agribusiness, die sie regelmäßig für die verschiedenen Branchen veröffentlicht. (db)
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