Jahresrückblick

Raiffeisen Waren setzt auf Konsolidierung


Die Raiffeisen Waren GmbH blickt auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2015 zurück. Der Gesamtumsatz verringerte sich auf knapp 1,2 (Vorjahr: 1,3) Mrd. €. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird mit 11,1 (12,1) Mio. € angegeben. Als Dividende wird die Raiffeisen Waren GmbH 5 Pozent anstreben, hieß es auf Anfrage von agrarzeitung.de. 2014 wurde eine Dividende von 6 Prozent ausgeschüttet.

Standorte modernisiert

„Nach den kräftigen Wachstumsschritten der Jahre 2010 bis 2014 hatten wir uns für das Jahr 2015 eine Konsolidierung vorgenommen", erklärt Reinhard Stieglitz, Vorsitzender der Geschäftsführung. Dieses sei auch gelungen. „Unsere ehrgeizigen Ziele haben wir nicht ganz erreichen können", so Geschäftsführer Markus Braun und betont, dass „das vergangene Jahr auch dazu genutzt wurde, die Weichen für die Zukunft zu stellen". Beispielsweise wurden zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen an den Standorten umgesetzt, erste multimediale Verkaufskanäle erschlossen und die Qualifizierungsangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiviert.

„Das Jahr 2016 wird sicherlich nicht viel ruhiger oder leichter werden", lautet die Einschätzung in Kassel. Daher gehe es darum, sich mit Innovationen, Mut und überlegter kaufmännischer Sicht auf die Zukunft einzustellen - auch auf die immer präsenter werdende Digitalisierung der Branche. Dabei müsse das Ziel sein, 2017 wieder „deutliche" Ergebnissteigerungen zu erreichen.

Mit Blick auf die Entwicklung der Geschäftssparten 2015 zeigt sich, dass die Sparte Agrar besonders mit den stark volatilen Märkten, anhaltenden Trockenperioden im Arbeitsgebiet und niedrigen Erzeugerpreisen zu kämpfen hatte. So führte beispielsweise der Einbruch der Milch- und Fleischpreise zur erhöhten Zurückhaltung beim Futtermitteleinkauf seitens der Kunden. Insgesamt erzielte das Agrar-Segment einen Umsatz von 340 (370) Mio. €.

Landwirte sparen bei Technik

In der Sparte Technik verringerte sich der Umsatz von 265 auf 243 Mio. €. Der Rückgang war laut Unternehmen Spiegelbild der geringeren Investitionsbereitschaft in die Anschaffung neuer Maschinen. Als Folge davon stieg die Nachfrage nach Ersatzteilen und Reparaturen. Auch Vieh als dritte Sparte des Agribusiness sei von den Strukturveränderungen mit betriebsbedingten Aufgaben der Viehhaltung 2015 betroffen gewesen. Entsprechend ging der Umsatz hier auf 21 (26) Mio. € zurück. (Sz)
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