Gentechnik

Raps-Saatgut ohne Bedenken

"Es freut uns, dass Raps-Saatgut in Deutschland frei von Gentechnik ist", heißt es vom Präsidenten des Vereins Bioland, Jan Plagge. In einer gemeinsam mit der Umweltorganisation Greenpeace verfassten Mitteilung warnen beide Organisationen jedoch vor neuen Verfahren zu ihrer Meinung nach gentechnischen Veränderung von Nutzpflanzen. Anwendungen wie die Techniken "CRISPR/Cas" oder "ODM" seien in der Pflanze oft nicht nachweisbar, so die Autoren. Mit derartigen  Methoden würden Züchtungsunternehmen versuchen wollen "Gesetze zu umgehen und genmanipulierte Lebensmittel unbemerkt auf unsere Teller zu bringen", wird Plagge zitiert.

Grundsätzlich seien die Ergebnisse der im Rahmen des Monitorings der Saatguthersteller erfreulich, heißt es weiter. Dieser Erfolg stehe jedoch auch durch die bevorstehende Fusion der Unternehmen Bayer Crop Science und Monsanto auf dem Spiel, so Greenpeace. Es sei absehbar, dass der Lobbydruck der Gentechnikindustrie auf die europäische Politik steigen werde. Die Agro-Gentechnik bleibe eine Risikotechnik, lautet es in der Mitteilung. (jst)
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